"Fußballkrieg in Afrika" - so martialisch beginnt die dpa heute eine Meldung, offenbar in der Hoffnung, durch die reißerische Betitelung mehr aus den Geschehnissen zu machen, als sie eigentlich sind: Nämlich chauvinistisch aufgeheizte Fankrawalle in den Nachwehen eines Länderspiels. Was die dpa damit allerdings viel mehr verdeutlicht, ist vor allem ihre eigene historische Ignoranz. Denn einen "Fußballkrieg" gab es in der Geschichte tatsächlich schon einmal - und da flogen nicht nur Steine gegen Botschaftsgebäude, sondern waschechte Projektile gegen Menschen, und es brannten auch nicht bloß Flaggen.
1969 eskalierte die durch salvadorianische Flüchtlingsströme aufgeheizte Stimmung zwischen Honduras und El Salvador; und die Niederlage Honduras' im entscheidenden WM-Qualifikationsspiel gegen den Nachbarstaat gilt seither als Auslöser für den Ausbruch des Krieges zwischen beiden Ländern knapp drei Wochen später. Dazwischen hatte es auf beiden Seiten Randale und Agitation gegeben - darin liegt tatsächlich eine gewisse Ähnlichkeit zu den Vorfällen in Ägypten. Aber das war's dann auch schon. Ägypten und Algerien stehen sich trotz aller Differenzen nicht mit dem Krummdolch zwischen den Zähnen gegenüber.
Wenn man das als "Krieg" bezeichnen will, befand sich 2006 ja offenbar die halbe islamische Welt im Krieg gegen Dänemark (und gegen die Schweiz; zumindest diejenigen, die die beiden Nationalfahnen nicht unterscheiden konnten) - im Karikaturenkrieg also. Und in Kreuzberg bricht jedes Jahr am 1. Mai konsequenterweise ein Bürgerkrieg aus. Was allerdings Afghanistan angeht, ist man sich in manchen Redaktionen immer noch nicht sicher und spricht lieber nach wie vor vom "Bundeswehreinsatz". Das ist doch lächerlich.
An den "Fußballkrieg", der keine Woche dauerte, wird heute häufig mit leicht humoristischem Unterton erinnert - haha, das waren ja wohl mal wirklich schlechte Verlierer! Dabei wird in der Regel außer Acht gelassen, dass dabei mehr als 2000 Menschen ums Leben kamen. Ein unschöner Abschnitt in der verwickelten und spannungsreichen lateinamerikanischen Geschichte, der es gleichwohl verdient hätte, angemessen erinnert zu werden - und nicht zu einer bloßen Floskel zu verkommen, mit der Krawalle medial aufgesext werden. Gerade von Journalisten muss man erwarten dürfen, dass sie mit solchen Begrifflichkeiten etwas sorgsamer umgehen... ja, ja, ich weiß: Das war ein guter Witz.
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Freitag, 20. November 2009
Stell' dir vor, wir schreiben vom Krieg und keiner geht hin
Donnerstag, 19. November 2009
Endlich: Hoffnung für Neonazis!
US-amerikanische Wissenschaftler gaben bekannt, dass sie nur noch zehn Jahre davon entfernt seien, ein funktionierendes künstliches Gehirn zu entwickeln. Der digitale Dr. Frankenstein bei IBM, Dharmendra Modha, teilte mit, dass dieses Computerhirn dann auch lernfähig sein soll. Was man von vielen Menschen ja nicht behaupten kann - und für Nazis ist das doch wirklich mal ein Licht am Ende des sehr langen, äußerst dunklen und höchst schmalen intellektuellen Tunnels, in dem sie ansonsten umherirren. Und für alle anderen, die sich mit diesen Flachpfeifen herumärgern müssen, auch.
Schon bei den wiederholten Versuchen Jürgen Riegers, allerorten Immobilien zu erwerben, um diese in "Schulungszentren" zu verwandeln, dachte ich mir mitunter: "Warum eigentlich nicht? Da können sie dann doch ihren Sonderschulabschluss nachholen." Ist bekanntlich nicht soweit gekommen, nun aber auch gar nicht mehr nötig: In Zukunft ersetzt man den nach abgestandenem Bier riechenden braunen Schwamm zwischen den Naziohren einfach durch eine Platine und ein paar Chips. Als Betriebssystem würden alte, nicht mehr benötigte MS-DOS-Versionen völlig ausreichen.
Im Moment sind den Berichten zufolge die IBM-Forscher dabei, das Hirn einer Katze nachzubauen. Da dieses aber bekanntlich sowieso nur in äußerst niedlichen Körpern funktioniert, hätten Nazis nicht allzu viel davon. Aber eigentlich müssen sie auch gar keine zehn Jahre warten: Denn zuvor hat Modha schon ein Mäusecomputerhirn entwickelt - und das wäre doch schon mal eine wesentliche Verbesserung zum jetztigen Zustand. Sie müssten das nur noch mit der Krankenkasse klären.
Und falls doch in zehn Jahren einer von ihnen das Upgrade (CatBrain2020XL) in Anspruch nehmen will und trotzdem nicht mit seinen alten Gewohnheiten brechen mag, so findet er hier einen neuen Führer.
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Mittwoch, 18. November 2009
Polit-Porno mit offenem Ende
Na, ihr Spiegel-Vorzeigejournalisten, das war ja wohl nix: Wild habt ihr zu Wochenbeginn über die Gründe für Lafontaines Rückzug von der Parteispitze spekuliert, gar genüsslich erotische Verwicklungen ins Feld geführt - und nun hat der Mann keine Affäre, sondern Krebs; er muss sich operieren lassen und weiß nicht, ob er gesund genug aus der Sache herauskommen wird, um weiterhin mitmischen zu können. Ich hoffe, ihr habt euch wenigstens ein bißchen dafür geschämt. Gelesen habe ich diesbezüglich allerdings nichts.
Was habt ihr auf die Pauke gehauen: Eine Irreführung seiner Anhänger sei dies gewesen (als ob sich der Spiegel plötzlich um das Wohlergehen ausgerechnet der linken Basis sorgen würde), ja sogar eine Täuschung der Wähler: die in seinem Fall natürlich per se viel, viel unlauterer gewesen sein muss als die schon jetzt gebrochenen Wahlversprechen der Wespenkoalition. "Lafontaines großer Bluff" habt ihr getitelt und dem Leser damit ein absichtliches und geplantes Vorgehen suggeriert.
Besonders schön ist aber das Gerücht, auf das ihr euch gestürzt habt wie die Aasgeier - und wie ihr, um nicht offen als solche erkannt zu werden, zunächst eine Phrase zum journalistischen Ethos abgesondert habt, nur um selbiges im nächsten Satz beiseite zu schieben:
"Es ist eine Geschichte, in der es um die Privatsphäre von drei Politikern geht, und die ist normalerweise für die Öffentlichkeit tabu. Doch in diesem Fall muss sie erzählt werden, weil hier das Private höchst politische Folgen hat. Es geht um Lafontaine, um seine Ehefrau Christa Müller, die auch familienpolitische Sprecherin der Saar-Linken ist, und es geht um Sahra Wagenknecht ... . Lafontaine und Wagenknecht, so heißt es, seien sich in der Vergangenheit nicht nur inhaltlich nahegekommen. Von einer Affäre ist die Rede, von einer Beziehung mit konkreten Folgen für die Politik." (Quelle)
Ja, da stand er euch wohl so richtig hoch, der redaktionelle Schniedel. Man beachte den wiederholten Hinweis auf die enormen "Folgen für die Politik", die es hat, wenn Linke-Politiker A mit Linke-Politikerin B ins Bett geht - unschwer zu erkennen, dass euch dies lediglich als Alibi dafür dient, diese feuchten Journalistenträume zum Politik-Aufmacher zu befördern. Und ihr habt euch seinerzeit darüber aufgeregt, wie die Clinton-Lewinsky-Affäre in den USA ausgewalzt wurde - laßt es euch kurz von mir erklären: Diese Geschichte musste erzählt werden, weil hier das Private höchst politische Folgen hatte. Oder etwa nicht, wenn gegen den mächtigsten Mann der Welt ein Amtsenthebungsverfahren droht?
Ich hoffe, ihr habt wenigstens den Anstand, die neueste Hetzjagd jetzt einfach mal abzublasen. Der Mann ist schwer krank. Und bis er genesen ist, könnt ihr euch ja vielleicht mal ein bißchen über die Begriffe "privat" und "politisch" nachdenken.
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Montag, 16. November 2009
Nerd-Content: Truppenabzug oder was?
Ein Ende des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan ist zumindest ansatzweise in Sicht: Guido Westerwelle kündigte an, binnen vier Jahren die Voraussetzungen für einen Truppenabzug zu schaffen. Keine große Überraschung: Für die Liberalen, die ja gewissermaßen die Ferengi des bundesdeutschen politischen Spektrums darstellen, war schließlich schon immer klar: "Frieden ist gut für das Geschäft."
Dabei handelt es sich bekanntlich um die 34. Erwerbsregel, die nicht zu verwechseln ist mit der 35. ("Krieg ist gut für das Geschäft"). Kann man schon mal durcheinanderbringen. Wie das alles allerdings mit der gestrigen Meldung zusammenpassen soll, die von einer möglichen Truppenaufstockung auf mehr als das Doppelte sprach, verstehe ich nicht so recht. Es erscheint mir irgendwie unlogisch. Aber schließlich haben wir es ja auch nicht mit Vulkaniern zu tun.
[Nerd-Modus AUS.]
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Verdienstkreuz als Kreuzfahrerorden
Wofür man heutzutage so alles das Bundesverdienstkreuz bekommt... zu den neuesten Trägern des begehrten ausgestanzten Blechteils gehört nun auch Hubertus Knabe, seines Zeichens Leiter der Gedenkstätte Hohenschönhausen und missionarischer Eiferer gegen die Linke. Den Orden erhalte er für sein Engagement "für Freiheit und Demokratie und für die Aufarbeitung des SED-Unrechts", heißt es; und ich möchte hinzufügen: Offenbar auch dafür, rot und braun ständig in einen Topf zu werfen und die bloße Existenz der Linkspartei als eine Art von langer Hand geplanter stalinistischer Verschwörung anzusehen.
Nichts gegen die Aufarbeitung des SED-Unrechts - zweifellos eine wichtige und notwendige Aufgabe. Aber Knabe hat sich meines Erachtens in einen geradezu epischen Haß gegen alles, was auch nur indirekt auf die DDR zurückgeführt werden kann, verbissen und in seiner Kreuzzugsmentalität mehr als einmal den Boden demokratischer Werte verlassen. Und dadurch, dass sich dauernd alle möglichen Medien bei ihm als Sprachrohr andienern, bekommt er eine Öffentlichkeitswirksamkeit, von der andere Geisteswissenschaftler nur träumen können.
Noch mal in Kurzfassung: Der Linkspartei, der mittlerweile immerhin knapp 12% der wählenden Bevölkerung ein politisches Mandat erteilt haben, unterstellt er diktatorische Absichten - und fordert, sie solle "verschwinden", was in meinen Ohren selbst von ziemlich diktatorischer Gesinnung zeugt. Dazu passt auch, dass Knabe selbst entscheidet, wer Stasi-Spitzel war und wer nicht und dafür keine Beweise braucht. Als eigentlichen Tag der Befreiung sieht er den 9. November 1989, nicht den 8. Mai 1945 - eine ziemlich deutliche politische Gewichtung. Gegen die Bildung einer rot-roten Koalition in Brandenburg, also der beiden stärksten Landtagsfraktionen mit entsprechend eindeutiger Legitimation, verfasste Knabe unlängst eine wutschnaubende Philippika.
Auf seine eigene Meinung hat der Mann selbstverständlich ebenso ein Recht wie auf seine ganz persönliche zeitgeschichtliche Farbenlehre; und darauf, all das zu veröffentlichen, natürlich auch. Aber dass jemand, der so vehement die Hinwegsetzung der Politik über den Wählerwillen quasi als Staatsräson ansieht und einfordert, dafür auch noch den höchsten Orden bekommt, den diese Demokratie zu vergeben hat - das finde ich, gelinde gesagt, mehr als fragwürdig.
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Sonntag, 15. November 2009
Verschieben wir's doch auf morgen
... pflegte bereits Scarlett O'Hara zu sagen, wenn's darum ging, ihre Probleme endlich mal anzupacken. Dieses Motto haben sich die Mitgliedsstaaten des asiatisch-amerikanischen Wirtschaftsforums APEC zu Herzen genommen: Obwohl es noch drei Wochen hin sind bis zum groß angekündigten und mit so manchen Hoffnungen verbundenen Weltklimagipfel in Kopenhagen, ist bereits jetzt klar, dass es dort kein verbindliches Abkommen geben wird. Das beschlossen Vertreter der APEC-Staaten in Singapur. Und zwar beim Frühstück.
Diese APEC-Staaten sind nicht irgendwer: Zu ihnen gehören mit den USA, Kanada, Japan und Russland vier der G8-Staaten, außerdem China - also einige der ganz großen CO2-Schleudern. Wenn die nicht wollen, gibt es in Kopenhagen schlichtweg keine Kyoto-Nachfolgeregelung, obwohl das vor zwei Jahren so beschlossen wurde und es allmählich auch Zeit wird, denn schon die Ziele des Kyoto-Protokolls reichen hinten und vorne nicht aus, um die globale Erwärmung auch nur ansatzweise aufzuhalten.
Stattdessen verschieben sie diese für sie ungenehme Aufgabe auf die nächste Klimakonferenz, Ende 2010 in Mexico City. Ein ganzes weiteres Jahr, in dem nichts passieren wird. Ein ganzes weiteres Jahr, in dem der CO2-Ausstoß weltweit weiter steigen wird, statt zu sinken oder auch nur zu stagnieren. Ein ganzes weiteres Jahr, in dem Merkel sich als Klimaretterin aufspielen kann, ohne irgend etwas dafür tun zu müssen. Wir haben ja Zeit; bis zum Stichjahr 2050 ist es schließlich noch lange hin. Scarlett bekam für ihre Unbekümmertheit wenigstens noch hier und da eine Standpauke von Mammy. Die Staatschefs der Hauptverursacherländer bekommen gar nichts, außer vielleicht Druck und/oder Geld von der Industrie.
Wenn man die Bezahlung einer Rechnung immer weiter vor sich her schiebt, wird sie immer teurer: Zinsen, Mahngebühren, Bußgelder. Das weiß jeder normale Mensch. Irgendwann steht dann Peter Zwegat vor der Tür. Beim Klimawandel aber kommt kein abgehalfterter TV-Heini, um zu helfen. Beim Klimawandel kommt die ganze verdammte Nordsee.
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Samstag, 14. November 2009
Der Anarcho-Bischof von Augsburg
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte ist bekanntlich dafür da, die Menschenrechte in den EU-Mitgliedsstaaten zu schützen und über ihre Einhaltung zu wachen. Das ficht natürlich die Institution, die sich seit viel, viel längerer Zeit zu dieser Aufgabe berufen fühlt, nicht an: Denn was richtige Menschenrechte sind und wie man sie verletzt, will die katholische Kirche seit jeher am besten wissen. Vorhang auf für Walter Mixa, dem Mann, der - wenn man in seinem Nachnamen nur einen einzigen Buchstaben um 180 Grad dreht - dem Sprichwort "nomen est omen" eine ganz eigene Wahrheit verleiht: Der Augsburger Bischof fordert angesichts des Kruzifix-Urteils des EuGH die Politiker offen zum Rechtsbruch auf.
Wir erinnern uns: Der Gerichtshof hatte einstimmig entschieden, dass Kruzifixe in Klassenzimmern nicht mit der Europäischen Menschenrechtskonvention vereinbar und daher zu entfernen seien. Das klingt eigentlich recht eindeutig: Kruzifixe in Schulen verstoßen gegen Menschenrechte. Punkt. So ein profanes Atheistengesülze ficht natürlich einen Mann wie Mixa nicht an - für ihn ist im Gegenteil das Urteil eine "Verachtung der Menschenrechte", und da er schon mal in Fahrt war, sprach der Bischof dem Gerichtshof gleich generell jede Eignung als moralische Instanz ab. Starker Tobak, mit dem Mixa indes den ganzen Wahnsinn des durchdrehenden katholischen Mobs auf den Punkt bringt.
Jaja, Walter, is' schon klar: Vornehmster Verfechter moralischer Werte und Vorkämpfer für die Einhaltung von Menschenrechten ist bekanntlich schon seit fast zwei Jahrtausenden die katholische Kirche. Wissen wir alle. Aber was hat dich denn jetzt geritten, die Politiker aufzufordern, diese höchstrichterliche Rechtsprechung "einfach zu ignorieren"? Das ist ein Urteil einer der grundlegendsten juristischen Instanzen der EU! Wenn man deiner Meinung nach das einfach ignorieren darf - was ist dann erst mit anderen Grundsatzurteilen und rechtlichen Vorgaben von niedrigeren Instanzen?
Alle ignorieren? Darf man also fürderhin auch Parkverbote ignorieren? Ist es okay, die GEZ zu bescheißen? Führt das nicht zu Anarchie in den Straßen? Bzw. zu Sodom und Gomorrha? Und - was ist mit den Zehn Geboten, die ja nicht einmal von einer anerkannten und allgemein legitimierten juristischen Institution stammen? Stell dir mal vor, Walter, ich würde jetzt einfach das achte Gebot missachten, indem ich dir zum Beispiel ein schönes Wochenende wünsche. Kriege ich dann etwa kein Extrajahr im Fegefeuer?
Ich bin kein Experte für EU-Recht, gehe aber stark davon aus, dass das Urteil über kurz oder lang verbindlich für alle Mitgliedsstaaten sein wird. Damit dürften mittelfristig auch die Probleme geklärt werden, die vom recht halbherzigen Urteil des Bundesverfassungs resultieren. Das kippte 1995 die bayrische Vorschrift, das in jedem Klassenzimmer ein Kruzifix aufzuhängen sei. Seitdem kann man die Kreuze theoretisch aus den Räumen herausklagen - aber das ist, wie die Praxis zeigt, mitunter gar nicht so einfach.
Vor allem nicht in Mixas Augsburg.
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Freitag, 13. November 2009
Rekordverdächtig
So was - da habe ich gerade erst über das Thema "E-Mails mit niedriger Priorität" sinniert, schon trudelt so was ins Postfach ein:
Eine Lesebestätigung nach zwei Jahren - Respekt! Und dabei handelte es sich auch noch um eine Geschäftsadresse.
Kleiner Hinweis an den damaligen Empfänger: Hat sich erledigt, danke.
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Donnerstag, 12. November 2009
Die Redaktion bittet zum Totentanz
Haben Sie den Ruck verspürt? Am Dienstagabend hörte der Planet vorübergehend auf, sich zu drehen; heute kommt er langsam wieder in die Gänge. Zumindest konnte man diesen Eindruck gewinnen, wenn man sich in den letzten eineinhalb Tagen durch die Medien geklickt, gezappt oder geblättert hat: Ein berühmter Mensch begeht Suizid, der Zirkus beginnt - und Onlineredakteure jeglicher Couleur drehen vollständig durch. Wer dachte, der Medienhype um Michael Jackson wäre ein Sonder- und Einzelfall gewesen, wurde eines besseren belehrt. Unerwartete Tode haben sich als höchst lukrative Klickschleudern erwiesen. Da müssen die Opfer halt auch mal zurücktreten.
Ja, ja - Robert Enke war nicht irgendwer. Millionen Deutschen war er ein Begriff, und die Umstände seines Todes sind zweifellos tragisch. Mit Depressionen ist nicht zu spaßen - übrigens ist auch das Millionen Deutschen ein Begriff. Und es kommt auch nicht häufig vor, dass sich ein berühmter Mensch wie Enke in diesem Alter, materiell längst abgesichert und auf dem Gipfel seiner Karriere stehend, das Leben nimmt. Also muss man als Medium auch adäquat darauf reagieren - klar soweit. Viele Leute interessiert das nun mal.
Aber, meine Güte nochmal: Musste dieses Spektakel nun sein? Etwa 36 Stunden lang nahm Enkes Suizid die ersten drei Aufmacherplätze bei Spiegel online ein. Die Zahl der Artikel, die im Titel Wörter wie "Fassungslosigkeit" und "Entsetzen" tragen, dürfte längst im oberen dreistelligen Bereich angelangt sein. Fotostrecken durften nicht fehlen, vor allem von der Unfallstelle, wegen des Nachrichtenwerts und so. Keine 20 Stunden nach seinem Tod wurde bereits Enkes Ehefrau vor die Kameras und Mikrofone gezerrt und auf eine Pressekonferenz gezwungen. Blogs und Fansites werden durchgesiebt und recyclet. Ein virtuelles Kondolenzbuch muss her. Und jeder, der nicht bei drei auf dem Baum ist, wird um ein Statement gebeten - oder drängt den Reportern eines auf. Zu den erschütterten und verzweifelten Überlebenden zählen Beckenbauer (für den plötzlich "alle anderen Probleme ganz klein [sic!]" werden), der unvermeidliche Pocher, der noch viel unvermeidlichere Kerner sowie ein Typ, der zufällig in der Nähe der Bahngleise wohnt (dazu unten mehr).
Obgleich ich, wie gesagt, durchaus verstehe, dass dies keine unbedeutende Geschichte ist und viele Leser Informationen haben wollen, fühle ich mich vom Medienrummel erneut einigermaßen abgestoßen. Ich würde mir von den Redakteuren wünschen, das Leben und die Probleme eines Menschen, der seinen letzten Ausweg im Suizid sah, nicht dermaßen kaltblütig und PI-geil durch den Medienwolf zu drehen. Ich würde mir von ihnen wünschen, die Angehörigen in diesem für sie unglaublich schlimmen Moment einfach mal in Ruhe zu lassen. Ich würde mir von ihnen wünschen, dass sie - wenn sie schon Artikel zum Thema wie am Fließband produzieren - vielleicht auch mal ein, zwei Worte über die Lokführerin verlieren, die ab sofort mit einem Trauma zu kämpfen haben wird. Ich würde mir, kurz gesagt, wünschen, die Redakteure würden Enke in Würde sterben und seine Familie und Freunde in Würde trauern lassen. Später ist doch immer noch Zeit für Hintergrundberichte.
Aber das ist ein frommer Wunsch, denn es gibt kein "Später" in der schnellen, hochgradig vernetzten, schönen neuen Medienwelt. Dort galt es schon immer als vornehmster Nachweis journalistischer Kompetenz, die Meldung 2,41 Sekunden früher online zu haben als alle anderen, auch wenn das ohnehin kaum ein Leser merkt. Und nun lernen wir allmählich, dass den Chefetagen auch das nicht mehr reicht: Schnell sind sie mittlerweile alle, und qualitativ schlecht sind sie in der ersten Stunde auch alle - die Texte werden, ohne groß nachzudenken ("Beeilung! Los! Raushauen!"), aus verschiedenen Agenturmeldungen lieblos zusammengetackert und später, sobald die herbeitelefonierte redaktionelle Kavallerie eingetroffen ist, "schöngeschrieben".
Ergo bleibt nur die Quantität als Alleinstellungsmerkmal - schmeißen wir die Leser einfach dicht mit Geschichten! Je mehr er hier bei uns findet, desto länger bleibt er auf unserer Seite und generiert Klicks, Traffic und sogar Visits, wenn er dauernd zu uns zurückkehrt, weil andere eben kein Interview mit dem Wellensittich des Nachbarn haben. Und Klicks sind bekanntlich bares Geld, also - lange Rede, kurzer Sinn - geht es darum, aus dem Tod dieses Menschen, aus diesem Amoklauf oder aus jenem "Familiendrama" so viel Kohle wie möglich zu quetschen. Vermutlich werden künftig Werbekunden spezielle Angebote dafür erhalten, ihr Banner gegen Aufpreis neben solchen Meldungen zu zeigen. Mir graut vor dem nächsten entsprechenden Ereignis.
Ach, und wer schon immer mal wissen wollte, wie man einen eigenen Text beim Spiegel veröffentlicht bekommt, sogar mit Portraitfoto: Wohnen Sie einfach in der Nähe eines Ortes, an dem ein Prominenter unter möglichst aufsehenerregenden Umständen ums Leben kommt. Es reicht auch, irgendwann einmal dort gewohnt zu haben; und notfalls helfen Sie eben nach. Ist es dann soweit, schreiben Sie einen "Fan-Nachruf" und scheuen sich nicht, jedes Klischee zu bedienen: Duzen Sie den Toten, als wäre er ein Freund gewesen. Benutzen Sie Floskeln wie "Ein Mann, der stets auf dem Boden geblieben war" oder "... war er stets bescheiden und zurückhaltend geblieben", obwohl Sie ihn niemals kennen gelernt haben. Vergessen Sie keinesfalls die ebenso rhetorische wie abgegriffene Frage "Warum ausgerechnet er?" Und schließen Sie mit einer der üblichen quasireligiösen Phrasen.
Glauben Sie mir, damit haben Sie Erfolg beim Putzen der Redaktionstürklinken. In solchen Fällen nehmen die alles. Und wenn Sie es mit dem Schreiben nicht so haben, stellen Sie einfach ein Pappschild mit der Aufschrift "Warum?" am Unglücksort auf.
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Mittwoch, 11. November 2009
Dies ist ein Post mit niedriger Priorität
Mal so kurz dazwischengefragt: Hat schon mal irgendwann im Lauf der Computergeschichte irgend jemand wissentlich und in voller Absicht eine E-Mail mit niedriger Priorität losgeschickt?
Und wenn ja, warum? In einer Zeit, in der immer mehr Leute ohnehin dazu neigen, nicht mehr alle Mails zu lesen, die sie so im Laufe eines Tages kriegen, ist es doch wohl kaum eine gute Idee, der eigenen Mail die Botschaft anzutackern "Bin nicht wichtig! Brauchst mich nicht zu öffnen! Beachte mich einfach gar nicht!"
Also, warum steht bei wiederholtem Klick auf den entsprechenden Button im E-Mail-Client überhaupt noch die Option "Niedrige Priorität" zur Auswahl, wenn die eh' keiner braucht? Aus denselben Gründen, aus denen es immer noch die CapsLock- und die Einfg-Tasten gibt?
Hmm. Allerdings ließen Sie sich ja offensichtlich auch nicht von der Überschrift dieses Posts davon abhalten, selbigen bis zum Ende zu lesen. Irgendwas muss also dran sein.
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Dienstag, 10. November 2009
Der Nürnberger Prozess gegen Williamson
... findet nun leider in Regensburg statt, was dummerweise den von mir angedachten ironischen Einstieg zu diesem Post etwas verhagelt. Aber egal: Zum Prozess kommt es, weil der Piusbruder-Bischof Einspruch gegen die vom Nürnberger OLG verhängte Geldstrafe von 12.000 Euro (errechnet sich aus Tausendjährigem Reich mal zwölf Jahren realer Dauer) wegen Volksverhetzung eingelegt hat. Williamson argumentiert, er habe keineswegs den Holocaust geleugnet, als er vor laufender Kamera behauptete, in Auschwitz sei kein einziger Jude in Gaskammern getötet worden. Äh, ja. Die kommende Verhandlung verspricht eine Peinlichkeit vor dem Herrn zu werden.
Man fragt sich ja schon, was den Bischof geritten hat, erst seine Holocaustleugnung mit seinem niedrigen historischen Bildungsstand zu rechtfertigen, anschließend eine halbgare Entschuldigung zwischen den zusammengebissenen Zähnen hervorzuquetschen und sich jetzt schon wieder vor der Öffentlichkeit zum Obersturmbann-Affen zu machen. Er hätte doch einfach zahlen können - sicherlich hätte ihm sein Orden, in dem er mit seinen Naziansichten beileibe nicht allein steht, finanziell unter die Arme gegriffen; vermutlich sogar der Vatikan, und sei es allein deswegen, damit das Thema nicht nochmal durch die Medien geistert. 12.000 Euro sind für die Pfaffen doch weniger als Peanuts, das holt man doch an einem einzigen Sonntagmorgen in einer x-beliebigen oberbayrischen Gemeinde mit dem Klingelbeutel wieder rein.
Aber vermutlich sind Gottes Wege wirklich unergründlich.
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Montag, 9. November 2009
Teile und herrsche 2.0
Eines muss man dem guten Mann ja lassen: Prof. Hans-Werner Sinn, Prediger, Dämon und Prophet des ungezügelten Manchesterkapitalismus, hat zumindest Sinn (harhar) für den passenden Zeitpunkt seiner geistigen Ejakulationen. Pünktlich zum runden Jahrestag des Mauerfalls - in einem Moment, in dem sich Ossis und Wessis trotz aller Probleme heulend in den Armen liegen, vor allem deshalb, weil sie sich vom öffentlich-medialen Druck dazu gezwungen sehen und Angst haben, ins Gefängnis zu müssen, wenn sie sich nicht adäquat freuen - in einem solchen Moment plädiert er dafür, den Ossis Hartz IV zu kürzen. Chapeau! Vielleicht schafft Sinn es ja doch noch, dass ihn irgend jemand für seinen niederträchtigen Glauben an die Kraft der Ellbogengesellschaft an ein Kreuz schlägt.
Was Spon, ftd und co. euphemistisch mit der Zeile "Top-Ökonom fordert regional gestaffelte Hartz-IV-Sätze" umträllern, heißt bei Lichte betrachtet nichts anderes als: Wer in einer armen Scheißgegend wie Hoyerswerda wohnt, braucht nicht so viel Kohle - und soll also auch nicht so viel kriegen wie ein gesitteter, weltläufiger und hochzivilisierter Hartz-IV-Empfänger in Glitzerstädten wie Berlin oder gar München. Sinn sieht in den neuen Bundesländern nichts anderes als eine Kolonie, die billiges Menschenmaterial bereitzuhalten hat; ein Reservoir moderner Arbeitssklaven, die froh sein können, wenn sie überhaupt irgendetwas arbeiten dürfen.
Die ausgehandelten Tariflöhne für die neuen Bundesländer bezeichnet Sinn als "Problem", das Lohnniveau dementsprechend als "zu hoch", was die "Entstehung neuer Jobs verhindert" habe. Na, was das wohl für Jobs gewesen wären! Schließlich sind ja eine ganze Menge Jobs zu Stundenlöhnen von drei Euro fuffzich entstanden; Sinns Idealvorstellung scheint folglich noch niedriger anzusetzen. Mit den "Hinzuverdienstmöglichkeiten", von denen er salbadert, geht er ja mit der neuen Wespenkoalition d'accord - und wird damit das Ziel flächendeckender Dumpinglöhne früher oder später erreichen. Science meets Politics.
Leute wie Sinn und auch Sarrazin sind dabei, das alte "Teile und herrsche"-Prinzip zu perfektionieren: Spalte die Unterschicht und hetze ihre Angehörigen gegeneinander auf, wo es nur geht - dann richten sie ihre Wut gegen sich selbst und nicht gegen die Eliten. So jemand wird dann als "Top-Ökonom" gefeiert.
Es fällt mir schwer, mir vorzustellen, wie man künftigen Generationen erklären soll, dass man nichts gegen diese geballte Niedertracht unternommen hat.
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Hosianna! Er hat uns ein Zeichen gegeben!
Lloyd Blankfein, seines Zeichens Chef der Großbank Goldman Sachs, hält nicht viel von Tiefstapelei. Nicht nur scheint er wenig aus der aktuellen Krise lernen zu wollen - laut Spon wird er sich und seine Manager zum Jahresende mit schlappen 20 Milliarden (!) Dollar an Boni beglücken -, sondern sich als Werkzeug einer höheren Macht zu fühlen: Banken, so der wandelnde Geldsack in einem Interview, machten die Menschheit schließlich wohlhabend; ja, sie verrichteten nichts weniger als "Gottes Werk". Halleluja - lasst uns alle einen Taschenrechner hochhalten!
Was Blankfein damit zum Ausdruck bringt, ist mehr als nur eine maßlose Selbstüberschätzung des eigenen Berufsstandes, der unter normalen Menschen im Übrigen mittlerweile ein Ansehen genießt, das unterhalb von Versicherungsvertretern und Drogendealern liegt. Es ist auch mehr als ein weiterer Beweis des unerträglichen Zynismus des Kapitals gegenüber denjenigen Menschen, die von seinen "heiligen" Geldinstituten aus ihren Häusern auf die Straße gesetzt werden. Es ist vor allem auch der Beleg für den beklagenswerten Mangel an rationaler Denkfähigkeit, man könnte auch sagen: "Durchgeknalltheit". Anders gesagt: Wenn Blankfein glaubt, als Werkzeug Gottes zu handeln - wie arbeitet dann wohl sein Unternehmen? Schlagen sich die GS-Manager andauernd die heiligen Schriften Milton Friedmans gegen die Birne, um Erleuchtung zu erlangen? Lesen sie die Zinsen aus dem Kaffeesatz? Beurteilen sie die Bonität eines Kunden nach dem Flug der Schwalben? Und schöpfen sie in schwierigen Zeiten Kraft und Hoffnung aus dem Heiligen Hedgefonds von Antiochia?
Das würde zumindest erklären, wie jemand wie Blankfein dazu kam, sich mitten in der größten Finanzmarktpanik Ende 2007 mit knapp 68 Millionen Dollar den größten Bonus der Geschichte zu genehmigen: Vermutlich war es Gottes Wille.
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Freitag, 6. November 2009
Cat-Content: Noch ein Abschied

Leider musste ich in dieser Woche Abschied von meiner geliebten kleinen Minka nehmen. Nachdem sie sich lange tapfer gegen ihre Krebserkrankung gewehrt hatte, hat sie diesen Kampf schließlich verloren - was wirklich mehr als nur eine Floskel ist. Sie wurde 15 Jahre alt, eine Zeit, in der sie mir viel Freude bereitet und mein Leben bereichert hat. Die Wohnung ist plötzlich viel leerer und trister und ich vermisse sie unglaublich.
Zum regelmäßigen Bloggen fehlt mir im Moment die Energie und die Lust. Demnächst geht's aber weiter.
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Dienstag, 3. November 2009
And the Adolf goes to... (II)
Mannomann, das flutscht aber derzeit nur so mit den unpassenden Nazivergleichen. Schon steht der nächste Anwärter für einen Hitlerzwerg auf der Matte - und es handelt sich um keinen Unbekannten: Kardinal Joachim "Entartete Kunst" Meisner. Man kann in seinem Fall schon fast davon sprechen, dass er den goldenen Adolf für sein Lebenswerk erhält. Herzlichen Glückwunsch.
In seiner Allerheiligenpredigt stellte er den Evolutionsbiologen und bekennenden Atheisten Richard Dawkins auf eine Stufe mit den Nazis:"Ähnlich wie einst die Nationalsozialisten im einzelnen Menschen primär nur den Träger des Erbgutes seiner Rasse sahen, definiert auch der Vorreiter der neuen Gottlosen, der Engländer Richard Dawkins, den Menschen als 'Verpackung der allein wichtigen Gene', deren Erhaltung der vorrangige Zweck unseres Daseins sei ... Das System des Nationalsozialismus und des Kommunismus im vergangenen Jahrhundert hat uns gezeigt, wohin das [die Evolutionstheorie, der Verf.] führt: Nicht zu mehr Glück und Freiheit des Menschen, sondern an den Rand des Abgrunds, in letzter Konsequenz zur Abschaffung des Menschen. Dafür stehen die KZ's und Gulags." (via Spon)
Boah. Dawkins würde vermutlich bis zum St. Nimmerleinstag in der Hölle schmoren - wenn es sie denn gäbe. Und er würde wohl noch Sonderqualen erleiden, weil sich sein Buch "Der Gotteswahn" zigmillionenmal besser verkauft als Meisners bislang veröffentlichte Elaborate nach Art von "Froh in der Gnade Gottes".
Meisner darf sich übrigens noch über den Sonderpreis für den unqualifiziertesten Faschismus-Kommunismus-Eintopf - den er sich allerdings mit Bischof Walter Mixa teilen muss - sowie über eine Ehrennadel für das Deppenapostroph am Ende seines Manuskriptes freuen.
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