Ach, früher. Da hat man den Käpt'n nach erfolgreicher Meuterei in einem kleinen Boot ausgesetzt, den Jolly Roger gehisst und anschließend sein Glück gesucht, entweder in den Schatztruhen spanischer Galeonen oder wenigstens auf Südseeinseln mit leicht bekleideten Einheimischen. Heute scheinen Meutereien doch einiges von ihrer Romantik verloren zu haben - naja, immerhin handelte es sich um ein Segelschiff.
Donnerstag, 20. Januar 2011
Samstag, 15. Januar 2011
... und mit 32 immer noch Muttis Liebling
Stern! Ich hatte ja ohnehin schon längst jegliche Hoffnung aufgegeben, dass aus dir eines Tages vielleicht doch wieder das halbwegs brauchbare Magazin wird, das du vor Urzeiten angeblich mal warst. Sei's drum. Aber musstest du dich nun unbedingt derartig bei dem Vorzeige-Milchbubi der FDP anbiedern?
Donnerstag, 6. Januar 2011
Malen nach Zahlen
Es passiert eher selten, dass ich von der Lektüre des Bildblogs, einer meiner ausgewiesenen Lieblingsseiten, auch mal enttäuscht bin. Aber manchmal eben schon. Zum Beispiel, wenn ein sich die Tatsachen haarsträubend zurechtmodelnder neokonservativer Propagandablogpost in die ansonsten als Start in den Tag bestens geeignete Rubrik "6 vor 9" verirrt. So wie gestern.
Dienstag, 4. Januar 2011
Ich spüre das Auge Saurons auf mir...
Eieiei. Wie konnte das passieren? Das muss einem ja schon peinlich sein. Oder beängstigend:
Bitte sag mir einer, dass die Blödzeitung dauernd irgendwelchen Leuten folgt, in der Hoffnung, selber zurückverfolgt zu werden. Und dass der Spuk, wie immer in solchen Fällen, in ein paar Tagen von selbst endet.
Bitte sag mir einer, dass die Blödzeitung dauernd irgendwelchen Leuten folgt, in der Hoffnung, selber zurückverfolgt zu werden. Und dass der Spuk, wie immer in solchen Fällen, in ein paar Tagen von selbst endet.
Freitag, 31. Dezember 2010
Neue Umfrage: Was bringt uns das neue Jahr?
So, einer geht noch, einer geht noch rein *dumdidum* - ein Post nämlich, einer noch zum Abschluss eines Jahres, in dem meine Postingfrequenz auf den letzten Metern eklatant gesunken ist (akuter Bloggerstarre-Rückfall). Und was eignet sich besser als eine Vorschau auf das kommende Jahr in Form einer Umfrage?* Da die Erfahrung allerdings lehrt, dass neue Jahre nur selten besseres bringen als die vergangenen, zumindest in letzter Zeit - die großen historischen Bezüge lassen wir mal außen vor -, lautet die Gretchenfrage: Was werden die Ätznachrichten 2011 sein, die Meldungen, die uns die Schamesröte auf die Wangen und Tränen in die Augen treiben, uns die Haare raufen und den Kopf auf den Tisch hämmern lassen? Die - kurz gesagt - deprimierendsten Geschehnisse der kommenden zwölf Monate? Bitte klicken Sie jetzt, oben rechts auf der Seite.
Freitag, 24. Dezember 2010
Eine Weihnachtsgeschichte
Es begab sich aber zu der Zeit, dass in einem Sozialstall im gelobten Lande Meckpomm, auf einem Strohlager zwischen Pitbull und Mastino, ein Kindelein zur Welt kam und in eine hakenkreuzgeschmückte Krippe gelegt wurde. Zugleich ging ein Gebot aus, nachdem die Nachkommenschaft der Eltern geschätzt werden solle, und siehe da: Es waren sieben. Der Vater, nennen wir ihn Joseph, ging von Tür zu Tür und forderte ein, was ihm zustand, nämlich der Segen des Staatsoberhauptes sowie ein Beutel mit 500 Goldstücken. Aber alle, ach, schlugen ihm die Tür vor der Nase zu; was zu schmerzhaften Quetschungen am ausgefahrenen rechten Arm führte.
Montag, 20. Dezember 2010
Der Konservative des Jahres
Wer kennt sie nicht, die in dieser Jahreszeit inflationär auf den Medienkonsumenten einprasselnden Jahresrückblick-Rankings. Wer war der Mann, die Frau, das Ereignis, das Wasauchimmer des Jahres? Mit sowas lässt sich prima Sendeplatz füllen - und was dem Fernsehen recht, ist der Onlinezeitung nur billig: Eine Umfrage muss her! Die macht Spaß und bringt, technisch richtig aufgezogen, eine ganze Menge Klicks ein. Da will auch unsere Heimatzeitung nicht zurückstehen und sucht etwa die Personen, ach was: die "Großen Persönlichkeiten" des Jahres. Wer das reaktionäre Blatt kennt, weiß, was für ein Gruselkabinett ihn erwartet. Und wird nicht enttäuscht.
Samstag, 18. Dezember 2010
Das Oberkommando der Bundeswehr gibt bekannt
Hübsche Titelzeile auf Spiegel Online: "Merkel zu Blitzbesuch im Feldlager Kunduz". Blitzbesuch - ich will ja nicht päpstlicher sein als der Papst, aber ob das die, ähem, glücklichste Wortwahl bei einem Thema ist, das unmittelbar mit der Kriegführung deutscher Truppen in einem fremden Land zusammenhängt? Hat sie bei dieser Gelegenheit auch mehrere Divisionen Spekulatius vernichtet, eine Kanne Kaffee ausradiert und eingeflogenen Keksverbänden sowie dem Mittagsbüffet schwerste Verluste zugefügt?
Montag, 6. Dezember 2010
Das Ende der Geschichte, Teil III: Das Internet ist unser Unglück
Arthur C. Clarke hatte unrecht: 2010 ist leider nicht das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen. In der Realität ist es das Jahr, in dem wir den Kontakt verlieren: Den Kontakt zu Informationen. Den Kontakt zu alternativen Nachrichtenquellen. Es ist das Jahr, in dem der Informations- und damit auch der Meinungsfreiheit der Krieg erklärt wurde. Schien den Volksvertretern das Internet bis vor kurzem schlimmstenfalls suspekt zu sein, so wird es nun zu einem dämonischen Umsturzinstrument hochstilisiert, das - hier sind sich die Mächtigen dieser Welt erstaunlich einig - dringend mit allen Mitteln bekämpft werden muss. Den für eine klassische Kriegspropaganda nötigen erzbösen Anführer der Gegenseite hat man längst gefunden.
Sonntag, 5. Dezember 2010
Nicht rumjammern, Eisbären - nehmt's locker!
Mal ganz unverblümt: Ist den Leuten beim "Focus" jetzt endgültig die letzte Sicherung rausgesprungen?
Mittwoch, 1. Dezember 2010
Mit besten Grüßen an alle Weihnachtsreisenden
Wahnsinn, Wahnsinn, Wahnsinn. Mehr fällt einem dazu schlicht nicht mehr ein:
Montag, 22. November 2010
Neue Umfrage: Weihnachtsterror
Dass die Begriffe "Weihnachten" und "Terror" eng miteinander verknüpft sind, wird jeder bestätigen, der schon mal im Dezember die Glotze eingeschaltet hat. Oder sich in ein Kaufhaus oder auf einen Weihnachtsmarkt begeben. Dieses Jahr klingeln die Klingglöckchen allerdings anders: Überall lauern die Terroristen und warten nur darauf, den Ungläubigen zu zeigen, wo die Rute hängt. Wo werden sie zuschlagen? Im Reichstag? In Nikolausdorf? Oder auf dem Weihnachtsmarkt in Wanne-Eickel? Und vor allem: Wie kann man sich schützen? Das ist Thema der neuen Umfrage. Bitte klicken Sie jetzt.
Samstag, 20. November 2010
Das Ende der Geschichte, Teil II: Hosepieseln als Staatsräson
Mist, schon wieder vor lauter Angst in die Buchse gemacht. Es ist aber auch nicht einfach mit der bewussten Koordination des Harndrangs, wenn man seit Tagen, Wochen, Monaten in Dauerpanik versetzt wird: Paketbomben! Verdächtige Koffer! Anschläge geplant! Irgendwo! Irgendwann! ES KÖNNTE ÜBERALL PASSIEREN! SOGAR JETZT GLEICH IN IHREM SCHLAFZIMMER!
Das zeitliche Zusammentreffen dieser Vielzahl an Terrormeldungen mit der Herbstkonferenz der Innenminister ist sicher nur ein Zufall.
Das zeitliche Zusammentreffen dieser Vielzahl an Terrormeldungen mit der Herbstkonferenz der Innenminister ist sicher nur ein Zufall.
Dienstag, 16. November 2010
Und was ich noch sagen wollte, liebe ostasiatische Freunde...
Ich habe ja bereits zu einem früheren Zeitpunkt mein Verständnis dafür geäußert, dass es nicht immer einfach ist, originelle Namen für eure Restaurants zu finden; Namen, die nicht schon tausendfach totgeglasnudelt worden sind. Ich verstehe das, auch wenn diesbezügliche Versuche nicht immer zu überzeugenden Ergebnissen führten. Aber das hier kann nun auch nicht die Lösung sein:
Dienstag, 2. November 2010
Runter kommen sie immer
Überraschung: Kaum gibt es wieder Terroralarm, schon exhumieren Unionsgranden die ebenso untote wie fixe Idee eines Gesetzes zur Regelung von Flugzeugabschüssen. Diesmal ist es der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann, der den Staub von dem Vorschlag wedelt, nachdem er ihn aus der Schublade mit der Aufschrift "S" wie "schwachsinnig" hervorgekramt hat. Da fragt man sich allmählich: Was haben die CDUler eigentlich immer mit ihren Flugzeugzerstörungsfantasien?
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