Dienstag, 8. Juli 2008

Früh übt sich, wer mal ein Rassist sein will

Rassismus findet man überall: in der Kneipe, beim Fußball - und auch im Kindergarten. Ganz recht. Und deshalb setzen britische Behörden nun dort den Hebel an: Wenn ein Kindergarten-Kind mit rassistischen Äußerungen auffällt, müssen sofort erzieherische Maßnahmen ergriffen werden. Was wohl soviel heißt wie: Es bekommt ordentlich eins an die Löffel.

Nach dem Motto "Man ist, was man isst" gilt es den Plänen zufolge schon als rassistisch, stark gewürzte Mahlzeiten mit Begriffen wie "igitt" oder - noch schlimmer - "bäh" zu bezeichnen. Weil: Gewürze = Ausland = "Bäh". Auf so was muss man erstmal kommen. Aber dadurch weiß ich selbst jetzt endlich, warum ich - mal anders herum betrachtet - einen derartigen Mangel an Patriotismus habe: Ich habe schon als Kind typisch deutsche Gerichte wie Kohlrabi und Rote Bete gehasst - und meine Kindergärtnerinnen griffen nicht ein.

Nur eines verstehe ich nicht: Müsste nicht angesichts der englischen Küche jeder Brite zur Hausmannskost ständig "bäh" sagen? Ist das auch ein Zeichen für Rassismus, ja: Hassen die Briten sich gar selbst? Das würde immerhin einiges erklären.

1 Kommentar:

buchstaeblich hat gesagt…

Schon Asterix wusste:
Die spinnen, die Briten!