Mittwoch, 13. August 2008

Schlechtes Timing, Gott!

Lieber und allmächtiger Gott:

Schön, dass du die Deckenverkleidung im Europaparlamentsgebäude in Straßburg genau über den Sitzen der rechtsnationalen Fraktionen hast runterkrachen lassen.

Nicht so gut allerdings, dass du damit nicht bis zum 1. September gewartet hast. Dann wären diese Sitze nämlich besetzt gewesen.

Das üben wir noch, einverstanden, Gott? Ich würde den sächsischen Landtag vorschlagen. Danke.

Kommentare:

buchstaeblich hat gesagt…

Mit dem Versager sprichst Du noch?

Dr. No hat gesagt…

Naja, irgendjemand muss ihn ja mal auf sein Versagen hinweisen - sonst bekommt er ja immer nur Lobpreisungen zu hören, egal was er wieder angestellt hat.

Jürgen Winkler hat gesagt…

Man kann ja zu den Nazis oder zu Gott stehen wie man will, aber sich mit einem Gebet an Gott zu wenden, in welchem man ihn dazu auffordert seine politischen Gegner zu ermorden, finde ich ziemlich daneben. Wer z.B. Millitärgeistliche dafür kritisiert, dass sie vor einer Schlacht Gott um den Schutz des Lebens der eigenen Soldaten bitten, damit diese möglichst viele ihrer Feinde verstümmeln oder in's Jenseits befördern können, oder Terroristen, die im Namen des Islam Gott darum bitten, er möge ihre bestialischen Anschläge auf die Leben möglichst vieler unschuldiger Menschen gelingen lassen, der gerät leicht in Gefahr mit diesen Leuten auf eine Stufe gestellt zu werden.

Dr. No hat gesagt…

JuWi, ich bete nicht. Das würde ja voraussetzen, dass ich an Gott (und dessen Bereitschaft, meine Bitten zu erfüllen) glaube. Und da ich das nicht tue, halte ich es mit Kurt Tucholskys Auffassung von Satire. Nicht mehr, nicht weniger.